"Mein Lieber Freund,
wir schreiben das Jahr 1171 und endlich kann ich Euch sagen, ich habe das verborgene Land gefunden.
Es wird im Allgemeinen Grenzland genannt, so habe ich erfahren. Einen anderen Namen kennt niemand. Er liegt auch Nahe, denn wer dieses Land durchquert, landet immer an der Grenze eines anderen.
Sagt nicht, ich spräche in Rätseln. Es ist genau so, wie Ihr es versteht. Verlasst Ihr das Grenzland, kommt Ihr genau an die Grenze des Ortes, an dem Ihr sein wollt. Und doch ist es beinahe unmöglich dieses Land bewusst zu finden. Ich habe immerhin beinahe mein ganzes Leben dafür gebraucht.
Aber lasst mich erzählen, was ich noch gefunden habe, ehe es mit mir zu Ende geht. Denn hier hat alles seinen Ursprung.
Magie ist lebendig!
Lacht nicht über mich, mein Freund. Glaubt es oder glaubt es nicht. Ich habe sie gesehen!
Blutsaugende Puppenspieler verbergen sich in den Nächten. Sie schleichen sich in die Herzen und Schlösser der Menschen und saugen sie aus.
Bestien durchstreifen die Wälder und lassen keine sichere Reise zu.
Elfen und Feen treiben ihre Späße mit den Menschen.
Hexen und Magier verzaubern und verfluchen oder helfen nach eigenem Willen.
Und das Gefährlichste von allem, Ihr werdet es nicht glauben, mein Freund: Die Kirche weiß bescheid! Sie sieht alles und klärt ihre Schäfchen nicht auf, aber immerhin - sie schickt die Inquisition.
Nur wenige Menschen kennen die Wahrheit. Die meisten leben ahnungslos vor sich hin. Sie wissen nichts von der Zeit der Finsternis und das sie begonnen hat. Ich sage Euch sogar, sie hat nicht erst begonnen! Wir stecken längst mitten drin!
Und wenn Ihr immer noch Zweifel habt, Freund, dann kommt selbst her. Kommt und seht in die Dunkelheit, aber gebt acht, dass Ihr nicht selbst zu einem Teil der Finsternis werdet."